Geschichte

Mitten in der ältesten Stadt der Schweiz befindet sich das ehemalige Zunfthaus der Rebleutezunft.
Im Jahr 1464 zerstörte der Churer Grossbrand die grösstenteils aus Holz gebaute Stadt bis auf wenige Häuser. Dies hatte zur Folge, dass der damalige Kaiser den Churern die Errichtung von Zünften zugestand. Am St. Antoniustag, 17. Januar 1465 gründeten sich 5 Zünfte, die Rebleute-, Schuhmacher-, Schneider-, Schmiede-, und Pfisterzunft.

Die Rebleute-Zunft war die vornehmste von allen und stark mit „blauem Blut“ durchsetzt. Als Zunftmitglied hatte man nicht nur Standesprivilegien sondern auch Pflichten. So wurde ein Zunftmitglied sofort ausgeschlossen und mit einer saftigen Busse bestraft, wenn er die Zeche im Wirtshaus nicht bis spätestens zur „Vesperzyt“ des nächsten Tages beglichen hatte.

Im Jahr 1840 sind in Chur die Zünfte zerfallen, weil sich zeigte, dass Zunftgeist und Gewerbefreiheit sich nicht vereinbaren liessen. Man wurde zu liberal und lockerte die Zügel immer mehr.